Chronologie 16

 

„Zwischen den Jahren 2010/2011“ – Januar 2011

 

 

„Zwischen den Jahren“ ist Zeit zum Nach- und Vordenken. In den Tagen vor Weihnachten gab es drei Ereignisse, die hier dokumentiert werden.

 

Zum einen antwortete die Senats-Verkehrsverwaltung auf die Kleine Anfrage von Michael Braun (siehe Seite 14), in der erstmals der Vorrang des Lärmschutzes hervorgehoben wurde und somit ein Umdenken avisiert wird. Da die Stellungnahme zur Lärmsituation im Bereich des Krause-Viertels nicht zufriedenstellend ist, verfasste Herr Braun eine weitere Kleine Anfrage zu eben diesem Thema.

Und rechtzeitig zum Fest gab nach einem telefonischen Interview die Berliner Woche einen Rück- und Ausblick.

 

Am 27. Dezember schreibt der Tagesspiegel:

Senat prüft Tempo 60 für die Avus in Nikolassee
Der Senat hat ein Lärmgutachten bestellt, um die Höchstgeschwindigkeit auf der Avus im Bereich Nikolassee auf Tempo 60 reduzieren zu können. Das teilte die Stadtentwicklungsverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Michael Braun mit. Das Gutachten solle auf einer aktuellen Verkehrszählung basieren und sei für die Zeit nach der 2011 beginnenden Komplettsanierung der Avus gedacht. Schon vor neun Jahren hatte der Senat im Interesse der Anwohner auf der Avus zwischen Dreilinden und Spanischer Allee die Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 60 km/h reduziert. Die Schilder mussten allerdings etwa zwei Jahre später wieder abmontiert werden, nachdem ein Autofahrer erfolgreich dagegen geklagt hatte. Das Gericht monierte damals, dass die Verwaltung den Lärmschutz nur allgemein begründet hatte, ohne die Auswirkungen an der konkreten Stelle zu belegen. Nachdem wieder Tempo 80 galt, berichteten Anwohner von spürbar mehr Krach. Bei der im Frühjahr beginnenden Sanierung der Avus soll auch lärmmindernder Belag verbaut werden. obs“

 

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Zur Diskussion um die Flugrouten:

In Abstimmung mit der Fluglärmkommission hat das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft die Internetpräsentation aktualisiert und erweitert:

http://www.mil.brandenburg.de/sixcms/detail.php/484669

 

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In der Berliner Zeitung vom 20.1.2011 wird gemeldet:

„Die Avus soll das Flüstern lernen

Geeigneten Lärmschutz für die Wohngebiete entlang der Avus fordert die CDU-Fraktion im Bezirksparlament von Charlottenburg-Wilmersdorf. Dabei soll unter anderem das Aufbringen von offenporigem, schallschluckendem Asphalt, sogenanntem „Flüsterasphalt", geprüft werden. Über den Antrag der Christdemokraten wird heute in der Bezirksverordnetenversammlung entschieden. Der Senat lehnt diesen Asphalt als wirkungslos ab. Die ab April beginnende Runderneuerung der Autobahn auf dem 8,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Dreieck Funkturm und der Auffahrt Spanische Allee soll insgesamt etwa 25Millionen Euro kosten. (el.)“

Offensichtlich gibt es in der Senatsverkehrsverwaltung beim Flüsterasphalt trotz gegenteiliger Äußerungen der Senatorin immer noch eine blockierende Betonfraktion. Wir bleiben dran!

 

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